vortrfrhs24 01Edith Lange (rechts) und Kornelia Klare mit den überreichten DeckenDie Arbeit und das Leben im Frauen- und Kinderschutzhaus des Kreises Höxter standen im Mittelpunkt eines Vortrages, zu dem das Team „Dorftreff“ eingeladen hatte.
Als Referentin des Abends konnte Edith Lange vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) , die selbst Mitarbeiterin im Frauenhaus ist, gewonnen werden.

Der SkF aus Warburg ist Träger des Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Höxter. Hier können seit 1994 bis zu neun Frauen und 10 Kinder aufgenommen werden.
Den Weg ins Frauenhaus finden Frauen und Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Diese kommt in allen sozialen Schichten vor. Sie reicht von körperlichen Übergriffen über sexualisierte Gewalt bis hin zu seelischer und auch ökonomischer Gewalt. Frauen, die einer dieser Gewaltformen ausgesetzt sind, können sich rund um die Uhr an das Frauenhaus mit der Bitte um Hilfe wenden; im akuten Fall sollte die Polizei um Hilfe gebeten werden. Im Frauenhaus des Kreises Höxter, dessen genauer Standort aus Sicherheitsgründen nicht publik gemacht wird, werden Frauen und Kinder aus dem Kreis Höxter, aber auch aus ganz Deutschland betreut. Wenn auch eine katholische Organisation Träger dieser Einrichtung ist, werden dort alle Frauen, egal welcher Religion oder Nationalität sie angehören, aufgenommen. Voraussetzung ist jeweils ein freier Platz. Bei Vollbelegung kommen Frauenhäuser in anderen Kreisen in Betracht.

Im Frauen- und Kinderschutzhaus des Kreises Höxter sind pro Jahr ca. vierzig Frauen und fünfzig Kinder, durchschnittlich ca. sieben pro Tag. Die Verweildauer ist sehr unterschiedlich zwischen einem Tag und mehr als einem Jahr. Insgesamt wurden in den vergangenen knapp dreißig Jahren hier rund 1200 Frauen und 1500 Kinder untergebracht. Die Betreuung erfolgt durch drei Vollzeitkräfte und einige Teilzeitbeschäftigte. Vorrangiges Ziel ist, dass die Betroffenen zunächst zur Ruhe kommen, dann die weitere Lebensplanung der Betreuten, um diese wieder zum eigenständigen Leben zu befähigen. Sie werden nach Bedarf begleitet beim Besuch von Ärzten, Rechtsanwälten und Behörden. Insbesondere gehört auch das Finden einer neuen eigenen Wohnung dazu. Einige kehren auch wieder in ihre alte Umgebung zurück, da besonders Kinder im Teenageralter ihre alten Freundschaften weiter pflegen wollen.

Die Bewohnerinnen der Einrichtung sind zur Selbstverpflegung angehalten. Ihnen stehen jeweils ein bis zwei Räume für die persönliche Benutzung zur Verfügung, Gemeinschaftsräume und Küche kommen dazu. Alle Bewohner (Frauen und Kinder) müssen sich mit einem festen Satz an den Kosten des Hauses beteiligen. Häufig haben sie jedoch Anspruch auf Sozialleistungen wie Bürgergeld, so dass sie die Kosten erstattet bekommen. Selbst wenn sie nicht in der Lage sind, die Kosten aufzubringen, werden sie im Frauenhaus aufgenommen. Die Kostenlücke wird durch Spendengelder geschlossen. Daher ist das Frauenhaus stets auf Spenden von außen angewiesen. Eine eigene Kleiderkammer ermöglicht den Bewohnern auch ohne großes Gepäck das häusliche Umfeld zu verlassen.

Trotz der hohen Belegung ist das Frauen- und Kinderschutzhaus des Kreises Höxter eines der wenigen, die oft noch über freie Plätze verfügen, da der Run auf die Frauenhäuser in den Städten deutlich höher ist.
Nach den sehr konzentrierten Informationen wurden noch eine Reihe von Fragen beantwortet. Sodann bedankte sich Kornelia Klare für das Dorftreffteam bei der Referentin herzlich und überreichte ihr zwei gestrickte Decken, die im Dorftreff bei den regelmäßigen Stricknachmittagen entstanden sind. Die großen Decken (150 cm x 180 cm) sollen nach Aussagen der Referentin im Frauenhaus zum Einsatz kommen.

Das Frauen- und Kinderschutzhaus des Kreises Höxter ist - auch zur Beratung - ständig erreichbar unter 0171 54 301 55.
Die Mailadresse lautet: frauenhaus@skf-warburg.de.
Im Internet gibt es Informationen unter https://www.skf-warburg.de

 

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